Rezept Baseler Läckerli

Rezept: Baseler Läckerli

Der Schweizer schreibt´s mit „ä“: feine Baseler Läckerli
Der Schweizer schreibt´s mit „ä“: feine Baseler Läckerli

Wie der Name richtig vermuten lässt, stammt das Rezept für „Baseler Läckerli“ aus der im Dreiländereck zwischen Deutschland, Frankreich und der Schweiz gelegenen Kunststadt Basel. Das erstmals verbriefte Schweizer Läckerli-Rezept stammt aus dem Jahr 1621. Wir sprechen bei diesem weihnachtlichen Gebäck also von einer langen Tradition. Diese hatte ihren Ursprung im schwunghaften Handel mit orientalischen Gewürzen, der in Europa im 12. Jahrhundert begann. Zuerst waren nur Klöster in der Lage, ihre Lebkuchen und Honiggebäcke mit diesen erlesenen Zutaten zu würzen. Später verbreiteten sich die Gewürze und Rezepte auch in die Städte. Im 15. Jahrhundert entstand dann das Gewerbe der „Lebküchler“, die sämtliche Varianten des Lebkuchens backten, wozu auch die Läckerli gehören.
Dass die Baseler Läckerli traditionell auch in der Konditorei Heinemann gebacken werden, hat eine besondere Relevanz. Schließlich perfektionierte der noch junge Konditormeister Heinz-Richard Heinemann seine Kunst in der anspruchsvollen Schweiz. Und als Eidgenössich Diplomierter Konditormeister ist es ihm natürlich Ehre und Verpflichtung zugleich, seiner Kundschaft unvergleichlich feine Baseler Läckerli anzubieten.


Schon früh können Sie mit diesem Rezept in die Weihnachtsbäckerei einsteigen. Denn die Läckerli lassen sich gut einige Wochen lang aufbewahren. Damit sie elastisch bleiben, nehmen Sie am besten eine leicht verschlossen Dose und geben für 1 bis 2 Tage einen aufgeschnittenen Apfel hinzu.
„kleineslaster“, das Magazin der Konditorei Heinemann, wünscht Ihnen in Ihrer heimischen Backstube eine fröhliche Weihnachtszeit.

Ein Guetzli* aus der Schweiz: Baseler Läckerli

*Schweizerdeutsch für süßes Gebäck/Plätzchen

Rezept für ein Blech| Arbeitszeit mit Kühlzeiten ca. 1,75 h

Zutaten für den Teig:
250 g flüssiger Honig
150 g Zucker
1 EL Zimt
1 Prise Nelkenpulver
¼ TL Muskatnuss
50 g Mandeln, gehackt
50 g Haselnüsse, gehackt
50 g Orangeat, fein gehackt
50 g Zitronat, fein gehackt
½ Zitrone, abgeriebene Schale
0,75 dl Kirschbrand
350 g Mehl

Zutaten für die Glasur:
0,5 dl Wasser
75 g Zucker

Weiterhin:
Backpapier und etwas Mehl

Zubereitung:

  1. Ofen vorheizen bei 220°C Ober-/Unterhitze. Honig und Zucker unter Rühren bei mittlerer Hitze aufkochen. Alle weiteren Zutaten – bis auf Kirschbrand und Mehl – einrühren und sanft weiter erhitzen. Schließlich Kirschbrand und Mehl daruntermischen und gut kneten.
  2. Den Teig noch warm auf einem dünn bemehltem Backpapier ca. 6 mm dick ausrollen. Auf den Blechrücken ziehen und 1 Stunde ruhen lassen.
  3. Die Teigplatte auf der mittleren Schiene des vorgeheizten Ofens 15 bis 18 Minuten lang backen. Sofort nach dem Backen – der Teig sollte noch warm sein – in ca. 4 x 4 cm große Quadrate schneiden. Den warmen Teig zu verarbeiten ist wichtig, denn ausgekühlt lässt er sich nicht mehr gut verarbeiten.
  4. Für die Glasur Wasser und Zucker aufkochen und ca. 5 Minuten lang einkochen lassen, bis eine sirup­artige Konsistenz entsteht.
  5. Die warmen Läckerli mit der heißen Glasur bestreichen und auskühlen lassen.

Guten Appetit! Oder „En Guete!“, wie der Schweizer sagt.

Weihnachtliche Versuchung: echte Baseler Läckerli aus der Konditorei Heinemann
Weihnachtliche Versuchung: echte Baseler Läckerli aus der Konditorei Heinemann

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Fotos: Ulrike Jägerfeld

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