
Jetzt wird´s deftig. Denn wenn es draußen kühler wird, bekommen wir Appetit auf ein Traditionsgericht der Rheinischen Küche: Himmel und Erde. Oder wie es der waschechte Rheinländer formuliert: „Himmel un Äad“. Welche Speise verbirgt sich hinter diesem viel versprechendem Namen? Der Duden verrät uns Folgendes: „Das Gericht ist seit dem 18. Jahrhundert bekannt. Seinen Namen erhielt es von der früher verbreiteten und auch heute noch in verschiedenen Regionen gängigen Bezeichnung „Erdapfel“ für Kartoffel. So steht also „Himmel“ für die Äpfel an den Bäumen und „Erde“ für die Kartoffeln in der Erde als Hauptbestandteile des Gerichts.“
Da sind wir doch wieder ein bisschen schlauer geworden. Wir finden aber, dass man zur „Erde“ noch den deftig-erdigen Geschmack der Blutwurst (rheinisch: „Flöns“) hinzurechnen kann. Denn „Himmel und Erde“ beschreibt ein Gericht mit gebratener Blutwurst, Kartoffelpüree, gerösteten Zwiebeln und fruchtigem Apfelkompott. Genauso wird es auch in der Konditorei Heinemann serviert. Hier kommt das wohlig-wärmende Gericht in der Wintersaison immer wieder gerne auf den Tisch. Wenn jetzt Ihr Magen vor Vorfreude knurrt, können Sie „Himmel un Ääd“ mit „Flöns“ mit unserem Rezept ganz einfach nachkochen. Oder Sie schauen jetzt mal in einem unserer gemütlichen Café-Restaurants vorbei und lassen sich von unserem charmanten Serviceteam aufs Freundlichste bedienen.
Für viele der Himmel auf Erden: Rezept Himmel und Erde (Himmel un Ääd)
Rezept für ca. 4 Personen| Arbeitszeit ca 60 min.
Zutaten für den Teig:
1 kg Kartoffeln
4 Äpfel süß-sauer
1/2 Zitrone (deren Saft auspressen)
2 TL Zucker
1 TL Zimt
4 große Zwiebeln
100 g Mehl
120 g Butterschmalz
2 frische Blutwürste (vom Metzger Ihres Vertrauens)
50 g Butter
100 ml Milch
Salz (nach Geschmack)
Muskat (gerieben, nach Geschmack)
Zubereitung:
- Die Kartoffeln schälen, hälfteln und in Salzwasser garen. Danach Backofen auf 60 Grad vorheizen.
- Die Äpfel schälen, die Kerngehäuse entfernen und in dicke Scheiben schneiden. Diese mit dem Zitronensaft beträufeln, damit sie nicht braun werden.
- Die Zwiebeln schälen, in dünne Ringe schneiden und in Mehl wälzen.
- In einer Pfanne Ein Drittel des Butterschmalzes erhitzen und die Zwiebelringe darin goldbraun braten. Zwiebelringe auf ein Papier-Küchentuch geben, damit das überschüssige Fett aufgesogen wird. Im Backofen bei 60 Grad lagern.
- In der gleichen Pfanne ein weiteres Drittel des Butterschmalzes erhitzen und darin die Apfelstückchen goldbraun braten. Mit Zucker und Zimt würzen. Den Apfelkompott ebenfalls im Backofen warmhalten.
- Kartoffeln abgießen und mit einem Stampfer zerkleinern, dabei die Butter sowie nach und nach die Milch dazugeben, bis das Püree schön sämig ist. Mit Salz und Muskat nach Geschmack würzen. Das Kartoffelpüree ebenfalls warmhalten.
- Die Blutwürste in dicke Scheiben schneiden (der Naturdarm muss nicht entfernt werden). Dann die Blutwurst-Scheiben im Mehl wenden.
- Teller vorwärmen. Dann mit dem Kartoffelpüree, dem Apfelkompott und den Zwiebeln anrichten. Währenddessen in der Pfanne restliches Butterschmalz heiß schmelzen und die Wurstscheiben ganz kurz auf jeder Seite (ca. 1 Minute) – scharf anbraten. Gebratenen Blutwurst-Scheiben platzieren und sofort servieren.
Dazu schmeckt wunderbar ein kühles Altbier.
Guten Appetit mit diesem Klassiker der Rheinischen Küche!

Das sieht köstlich aus!
Vielen dank für das Rezept.
Liebe maxita66, vielen Dank für das Lob! Viel Spaß keim Kochen. ODER herzlich willkommen in einem unserer Café-Restaurants.