Heimatkunde in aller Munde: Was sind „Gladbacher Knööp“?

cafe-konditorei-heinemann-gladbacher-knoeoepIn Gladbach liebt man sie: feine Trüffel in Verbindung mit zarter Nussmasse, umgeben von gerösteten Haselnüssen und mit Heinemann-Schokolade überzogen. Die „Gladbacher Knööp“ sind eine Schöpfung der Konditorei Heinemann. Diese Pralinen sind eine Reminiszenz an die Heimat des Unternehmens und auch an eine längst vergangene Zeit. Denn sie erzählen auf köstliche Weise von einer alten Mönchenglad­bacher Tradition: der Handspinnerei und Weberei von Baumwolle und Flachs. 

Aus Spinn- und Weberkunst wird bei Heinemann feine Konditorkunst

Ein kleiner Ausflug in die Geschichte: Seit dem Mittelalter und bis ins 19. Jahrhudert hinein war neben der Landwirtschaft die Handweberei ein wichtiger Wirtschaftszweig in Mönchengladbach. Man stellte in Handarbeit Baumwoll- und Leinentücher her. Für das Leinen wurde der vor Ort angebaute Flachs verwendet, dessen blaue Blüten die Landschaft prägten. Die Flachsfaser (auch Leinenfaser  genannt) wurde aus den Stängeln der Flachspflanze gewonnen. Die Stängel wurden nach der Ernte getrocknet, zu Fasern verarbeitet und dann per Hand gesponnen. Bei dieser Handwerkskunst kam es auf viel Fingerspitzengefühl an, denn es galt, die „Knööp“ (Knoten) im Flachsgarn zu vermeiden, die zuweilen beim Spinnen entstanden. Diese Arbeit machten oft junge Frauen. Waren zu viele „Knööp“ im Faden, gab es für die Spinnmädchen „Knööp-Schelte“ und die Arbeit der Weber musste unterbrochen werden.

Typisch für Heinz-Richard Heinemann, Chef der Konditorei Heinemann: Aus den vormals unbeliebten „Knööp“ macht er einfach eine beliebte nussig-schokoladige Delikatesse in hübscher Verpackung: die „Gladbacher Knööp“! Dies zeugt nicht nur von Humor, sondern auch  davon, wie sehr das Unternehmen mit seiner Heimat und dem Stammsitz Mönchengladbach verbunden ist. Übrigens gibt es für Heinemann-Fans im Stadtteil Rheydt die gleiche Köstlichkeit. Hier trägt sie den Namen „Rhe-er Knööp“.

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Gladbach? Rheydt? Jeder bekommt seine eigenen „Knööp“

Frischegarantie: nur für wenige Wochen

Die „Knööp“ sollte man am besten innerhalb von zwei bis drei Wochen verzehrt haben. Eine kurze Haltbarkeit ist nämlich fast allen Produkten aus der Heinemann-Manufaktur zu eigen, denn grundsätzlich werden nur frische Zutaten wie Butter und Sahne verwendet. Konservierungsstoffe? Ein Fremdwort in der Konditorei Heinemann. Daher lautet die Empfehlung immer: Bitte Pralinen und Schokolade frisch verzehren und nicht zu lange lagern! Schließlich soll der Genuss ja unverfälscht sein. Nach Ablauf des aufgedruckten Mindesthaltbarkeitsdatums ist die Ware natürlich nicht automatisch verdorben oder zum Verzehr nicht mehr geeignet, sondern meist noch mehrere Tage danach einwandfrei genießbar. Besonders in der warmen Jahreszeit sollte man jedoch auf eine kühle Lagerung achten. Aus diesem Grund wird im Webshop der Versand von Schokolade und Pralinen an warmen Tagen eingestellt. An solchen Tagen genießen wir eben die Sonne und holen uns einfach ein Heinemann-Eis.

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Die „Knööp“: außen knackig, innen unwiderstehlich nussig und cremig
Demnächst hier mehr Geschichten über die Städte-Spezialitäten der Konditorei Heinemann:
Duisburger Knübbelkes, Krefelder Sie-Knöngels, Düsseldorfer Schneider-Wibbel-Garn, Neusser Quirinus-Kugeln …

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