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Regional, saisonal, genial: Saisonkalender Obst und Gemüse

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Erdbeeren im Dezember, Kirschen im März, Spargel im November? In unseren Supermärkten ist Obst und Gemüse nahezu immer verfügbar. Der globale Handel und moderne Produktionsprozesse machen es möglich. Das Wissen, wie ein Nahrungsmittel angebaut wird und wann es wirklich Saison hat, geht Verbrauchern immer mehr verloren.

Besonders, wer in der Stadt lebt, ist von den Rhythmen der Natur entfremdet. Immer mehr Menschen jedoch legen Wert auf Geschmack, Frische und Regionalität, trachten nach einem nachhaltigeren Leben. Auch die Sorge um die Umwelt treibt viele um. Nachhaltiger Konsum gelingt, wenn wir wissen, was in unserer Region wächst wann es Saison hat. „kleineslaster“ gibt Orientierung.

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Frühlingsgemüse von Heinemann: nur, wenn es frisch ist und schmeckt

Deutschlands Lieblinge: Äpfel und Bananen, Kartoffeln und Tomaten

Knackig, süß und frisch! Das erklärte Lieblingsobst hierzulande ist der Apfel, im Jahr 2019 verzehrte jeder Deutsche 25,5 kg davon. Äpfel reifen zwar nur von August bis Oktober, lassen sich aber bis ins Frühjahr hinein lagern, so dass regionale Ware fast durchs ganze Jahr hindurch verfügbar ist. An zweiter Stelle der Beliebtheitsskala steht ein Importobst, die Banane. Von ihr verzehrt jeder Deutsche im Schnitt 11,4 kg pro Jahr. Die Tafeltraube nimmt mit 4,8 kg Jahresverbrauch den dritten Platz ein. Weiter beliebt sind Erdbeeren und Pfirsiche.

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Himbeertörtchen von Heinemann: es gibt sie nur, wenn die Himbeeren reif und süß sind


Und beim Gemüse? Die Kartoffel belegt klar Platz eins, von ihr verspeisen wir pro Kopf 60 kg im Jahr. Die Erntezeit für Kartoffeln ist von Juni bis November, lagern lassen sich die Knollen jedoch das ganze Jahr über, was sie zu einem relativ nachhaltigen Lebensmittel macht. Auf Platz zwei hält sich die Tomate, mit ca. 25 kg Jahresverbrauch pro Kopf. Danach folgt Wurzelgemüse, Möhren, Karotten und Rote Beete, die sich auch außerhalb der Erntesaison ganzjährig lagern lassen und somit klimafreundliche Gemüse sind. Zwiebeln, ebenfalls durch Lagerung ganzjährig verfügbar, und Gurken sind weitere Lieblinge der Deutschen. 

Erdbeerbäume: Die Entfremdung von Mutter Natur 

Unsere Großeltern kannten sich noch aus mit den Vorgängen der Natur. Sie haben die Jahreszeiten in ihren Gärten erlebt, sie haben angebaut, geerntet, gekocht und eingemacht. Im Sommer kam Salat auf den Tisch, im Winter Kohl. Kartoffeln wurden eingekellert, Äpfel auf Stiegen kühl gelagert, bis sie schrumpelten. 1950 lebte noch weniger als ein Drittel der Weltbevölkerung in Städten, seit 2007 ist es mehr als die Hälfte – Tendenz stark steigend. In der Stadt ist ein Garten eine Seltenheit, der nächste Bauernhof ist weit entfernt. Manches Stadtkind ist noch niemals einer Kuh oder einem Schwein begegnet, hat noch nie eine Erdbeere, Kirsche oder Pflaume gepflückt. 

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Spargel: Erntezeit von Mitte April bis zum 24. Juni

In welchem Maße die Entfremdung von Mutter Natur ihren Lauf nimmt, zeigt eine britische Studie aus dem Jahr 2019*. Sie gibt Einblicke, wie es bei Kindern um Naturerfahrungen und Naturwissen bestellt ist. Während darin jeder zweite Erwachsene 50+ angab, als Kind fast nur draußen in Feld, Wald und Flur gespielt zu haben, bestätigten dies nur 9 Prozent der heutigen Kinder. So weisen diese einschneidende Wissens- und Erfahrungslücken auf, wenn es um die Herkunft von Obst und Gemüse geht. Auf die Frage, wo Erdbeeren wachsen, gaben 5 Prozent der 5- bis 11-Jährigen an, die Früchte wüchsen im Kühlschrank, 6 Prozent waren sich sicher, dass es Erdbeerbäume gäbe. 28 Prozent der Kinder wussten nicht, dass Mohrrüben unter der Erde wachsen, 9 Prozent glaubten, sie wüchsen auf Bäumen. 60 Prozent der Kids war nicht bewusst, dass Salat auf dem Acker wächst oder Erbsen in Schoten gedeihen. Und Schokolade? Immerhin 6 Prozent der Achtjährigen meinen zu wissen, dass diese auf Bäumen wächst. Wer noch nicht einmal erfährt, wie etwas wächst, wird erst recht kein Gefühl dafür entwickeln, wann etwas wächst. Parallel zur schwindenden Naturerfahrung nimmt die Nutzung von smarten Endgeräten und Social Media seit Jahren zu und prägt heute das kindliche Freizeitverhalten. 2019 besaßen 50 Prozent der 6- bis 13-Jährigen bereits ein eigenes Smartphone, bei den 12- bis 13-Jährigen waren es 95 Prozent.** Ein Teil der jungen Generation bewegt sich möglicherweise in virtuellen Welten souveräner als draußen im natürlichen Umfeld. Megabyte statt Mirabelle? Whatsapp statt Wirsing?

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Erdbeeren: Hauptsaison von Mai bis Juli, einzelne Sorten auch bis September

Heinz-Richard Heinemann, selbst Vater zweier Söhne, hat zu all dem eine eigene Haltung: „Jeder kann seinen Teil dazu beitragen, dass unsere Kinder den Anschluss an die Natur nicht verlieren. Und selbst Erwachsene wissen nicht immer um deren Kreisläufe. In der Konditorei Heinemann schaffen wir in gewisser Weise ein Bewusstsein dafür. Denn in unserer Backstube und auch in unserer Heimatküche verarbeiten wir ausschließlich Obst und Gemüse der Saison. Wir backen zum Beispiel Erdbeertorten nur, wenn uns die Erdbeeren richtig gut schmeckern und Pflaumentorten nur, wenn die Pflaumen perfekt reif sind. Seit Generationen handeln wir bereits nach den Grundsätzen der Saisonalität und Regionalität, richten uns einfach nach Geschmack und Frische. Heute ist all dies zum Glück wieder hochmodern.“

Regionale Obst- und Gemüsesorten: wissen, wann Saison ist

Was hat wann wirklich Saison, was kaufe ich, wenn ich auch Umweltaspekte berücksichtigen möchte? Orientierung gibt eine plakative Übersicht: Der„kleineslaster“-Saisonkalender zum Herunterladen und Ausdrucken zeigt auf einen Blick, welches regionale Lebensmittel gerade erntereif ist, welches wann gelagert werden kann und welches im Gewächshaus gezogen wird. Nutzen Sie den Kalender für Ihre Einkaufsplanung! Und ziehen Sie nach Möglichkeit Bioprodukte vor. Dann ist nachhaltiger Konsum und Umweltschutz gar nicht mehr so schwer. Jetzt haben Sie es in der Hand. 

Der kleineslaster-Saisonkalender für Obst, Salat und Gemüse: klicken und downloaden!
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Pflaumentorte von Heinemann: es gibt sie nur, solange die Pflaumen schmecken
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Kürbisernte: von September bis November, Lagerung bis März

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Quellen:
*https://www.natursoziologie.de/files/british-kids-outdoor-6docx_1612061522.pdf 
** https://www.br-online.de/jugend/izi/deutsch/Grunddaten_Kinder_u_Medien.pdf
***https://de.statista.com/statistik/daten/studie/247425/umfrage/die-beliebtesten-obstsorten-der-deutschen/
https://www.bmel.de/SharedDocs/Downloads/DE/Broschueren/Aufgetischt.pdf?__blob=publicationFile&v=4

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